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Tribute to Oli

Okt17
2011
8 Kommentare Geschrieben von tier

[Deutsche Version weiter unten]

On October 12th 2011 my good friend Oliver Schmelzle passed away far too early at the age of 38 from what appears to have been a blood infection. The grief is huge, the shock about this unexpected loss is enormous. In the following I’d like to write a few words about him.

We met in 1984 at the age of 10 at high school. The first day at school has been overshadowed by the saddest of incidents: His mother fainted (in the arms of my mother) and died a few days later in hospital from a vein that had burst in her head. Perhaps he is now going to meet her again…

Our hobby has always been technology. It all began with the C64. Even then it was clear that he was keenly interested in technical backgrounds. When we played “Impossible MIssion”, he was responsible for solving the riddles while I took care of the jump’n'run action. In 1986 we visited the CeBIT, Europe’s biggest computer exhibition, without really knowing what to expect. But we were more than happy when given a set of blank 5.25″ disks.

One day Oli had – all of a sudden – acquired the skill to program assembly language and to this day I’m at a loss as to how he has done it. He became active in the demo scene and coded a lot of amazing stuff. Many gray areas have been researched and even the first jobs were done in our teenage years. In 1991 the game “Cubix” was published. Apart from Oliver, Christian, Henning and me contributed to it. Oli was also very passionate about music, always open for anything new. When Kurt Cobain died, he did actually wear a black armband…

He very often was the driving force in projects and always showed pioneer spirit. For anyone who has met him it won’t come as a surprise that he was the first to have internet access in our hometown. He managed to quickly get to know the most important people everywhere and always had excellent connections. Eventually he moved to Silicon Valley and later on to Texas. Although it naturally became a lot more difficult to keep in touch, he did manage to return to Germany every year and meet up. Just a few weeks ago we played together with our children in the garden. It’s devastating to think there won’t be any more of the beautiful moments we have shared.

He leaves behind his wife Lacey, his 6-year-old son Ryder, his father and his sister.

I will miss him.

Please also read: Remembering Oliver Schmelzle 1, Remembering Oliver Schmelzle 2


Am 12. Oktober 2011 verstarb Oliver Schmelzle viel zu früh im Alter von 38 Jahren an einer Blutinfektion. Die Trauer ist riesig, der Schock über diesen unerwarteten Verlust enorm. Im Folgenden möchte ich ein paar Worte über ihn schreiben.

Oli war ein guter Schulfreund von mir, wir lernten uns 1984 im Alter von 10 Jahren auf dem Gymnasium kennen. Der Einschulungstag sollte leider überschattet werden von einem traurigen Ereignis: Seine Mutter verlor draußen vor der Schule das Bewußtsein (übrigens in den Armen meiner Mutter) und starb wenige Tage später im Krankenhaus an Hirnblutungen. Vielleicht trifft er sie jetzt ja wieder…

Unser gemeinsames Hobby war immer die Technik. Begonnen hatte alles mit dem C64. Damals schon zeigte sich, dass er immer an technischen Hintergründen interessiert war. Als wir “Impossible Mission” durchspielten, war er für das Lösen der Rätsel zuständig und ich für die Jump-n-Run-Action. 1986 besuchten wir die CeBIT, ohne genau zu wissen, was uns dort erwartet. Als wir ein paar Leerdisketten geschenkt bekamen, waren wir aber überglücklich.

Eines Tages konnte Oli auf einmal Assembler programmieren, und ich weiss bis heute nicht, wie er es gelernt hatte. Er wurde in der Demoszene aktiv und programmierte viele erstaunliche Dinge. Es wurden diverse Grauzonen erforscht und erste Jobs erledigt. 1991 kam tatsächlich das Spiel “Cubix” raus, an dem neben Oli auch Christian, Henning und ich mitgewirkt hatten. Oli war auch sehr musikinteressiert, immer offen für Neues. Als Kurt Cobain starb, trug er tatsächlich eine schwarze Armbinde…

Sehr oft war er die treibende Kraft in Projekten und zeigte stetigen Pioniergeist, er war z.B. der erste mit einem Internetzugang in unserer Heimatstadt. Schnell kannte er überall die richtigen Leute und hatte gute Beziehungen. Dann zog es ihn ins Silicon Valley und später nach Texas. Ab diesem Zeitpunkt wurde es verständlicherweise immer schwieriger, den Kontakt zu halten. Dennoch schaffte er es eigentlich jedes Jahr, nach Deutschland zu kommen und ein Treffen zu arrangieren. Erst vor ein paar Wochen spielten wir gemeinsam mit unseren Kindern im Garten. Diese Momente wird es in Zukunft leider nicht mehr geben.

Er hinterlässt seine Frau Lacey, seinen 6-jährigen Sohn Ryder, seinen Vater und seine Schwester.

Ich werde ihn vermissen.

Zum Thema: Remembering Oliver Schmelzle 1, Remembering Oliver Schmelzle 2

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8 Kommentare

  1. Volker
    17. Oktober 2011 at 19:57 | Permalink

    Ich kann mich nur anschließen. Auch wenn ich weniger Kontakt zu Oli hatte, habe ich ihn als absolut zuverlässigen, witzigen und stets aufgeschlossenen, interessierten Klassenkameraden kennengelernt. Es ist immer noch schwer zu akzeptieren, dass er jetzt von uns gegangen ist. Meine Gedanken sind bei seiner Familie. I miss you, Sky!

    Reply
  2. Frank
    18. Oktober 2011 at 11:58 | Permalink

    Eine kleine Anekdote aus unserer gemeinsamen JRG old school days – Oli war immer korrekt und mathematisch Top Dog.
    In einer Bio-Klausur wurde Oli leider Opfer des Bio Lehrers Horst G.W. Gleis. Wir hatten Oli ueberzeugt, die Aufgabenzettel mit Sitznachbarn zu tauschen, so dass Sitzpaare dieselben Aufgaben hatten. Hr. Gleis entdeckte es mit den Worten “Betrug, vertauschte Zettel !” Oli musste dann leider ganz vorne alleine sitzen – Sorry, mate …

    Mein herzliches Beileid an Oli’s family.
    R.I.P. dear friend.

    Reply
  3. Thorsten
    18. Oktober 2011 at 12:00 | Permalink

    Mein herzliches Beileid gilt Oli’s Familie.
    Ich hoffe sie haben viele Freunde, die Ihr jetzt beiseite stehen.
    Wir werden Oli alle vermissen
    Thorsten

    Reply
  4. Nils B.
    18. Oktober 2011 at 12:27 | Permalink

    Auch ich tue mich schwer, das Geschehene zu akzeptieren.
    Olli und ich hatten zwar – abgesehen von einer Phase während unserer Gymnasialzeit – nicht übermäßig viel privaten Kontakt, aber jeder wird wohl bestätigen können, daß er ein super Typ war, immer hilfsbereit und stets für eine witzige Bemerkung gut. Außerdem hatte er die “Get things done”-Mentalität – nicht nur beruflich. Ich erinnere mich noch an unsere Harz-Klassenfahrt, als er beharrlich an Kathrin rumbaggerte, bis sie am Ende der Reise endlich zusammen waren ;)
    Ich möchte an dieser Stelle besonders seiner Frau Lacey und seinem Sohn Ryder mein Beileid aussprechen, für die dieser Verlust in seiner Plötzlichkeit wohl nur sehr schwer zu bewältigen ist. Auch den übrigen Verwandten gilt mein Mitgefühl.
    Ich werde “Sky of TTI (The Technical Imagination)” stets in guter Erinnerung behalten.

    Reply
  5. Florian
    18. Oktober 2011 at 13:24 | Permalink

    Ich bin geschockt… alle “Probleme” des Alltags sind in diesem Moment bedeutungslos.
    Ich wünsche seiner Familie viel Kraft!

    Reply
  6. Carola
    18. Oktober 2011 at 17:56 | Permalink

    Ich erinnere mich an unsere allererste Klassenfahrt nach Schleswig. Damals gab es wohl noch nicht diese Koffer mit den Rollen. Und, du meine Güte, hatte Oli eine schwere Tasche! Aber ich war sicher nicht die einzige, die ihm gern beim Tragen geholfen hat.

    Ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden viel Kraft in dieser schweren Zeit.

    Reply
  7. Barbara
    24. Oktober 2011 at 14:25 | Permalink

    Ich bin von dieser Nachricht zutiefst geschockt. Eigentlich hatte ich seit dem Abi keinen Kontakt mehr zu Oli, aber die gemeinsamen Jahre am JRG waren doch sehr prägend. Oli war immer hilfsbereit und witzig und ein guter Kumpel.
    Ich bin in Gedanken bei Olis Familie und Freunden.
    Kitschig aber wahr: Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter…

    Reply
  8. Henning
    6. August 2012 at 23:50 | Permalink

    Heute musste ich wieder viel an Oli denken….

    Es bleibt unfassbar…

    Reply

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